Mandarine


Citrus reticulata

Mandarine

Die Heimat der Mandarine ist wahrscheinlich das südliche China oder Indien. Die Geschichte ihrer Kultivierung ist sehr alt - sie dürfte eine der ältesten genutzten Zitrusfrüchte sein. Ihre erste sichere Erwähnung ist aus dem 12. Jhdt. vor Christus. Ihre Kultivierung breitete sich früh nach Japan aus, während sie erst 1805 nach England gebracht wurde. Der Name könnte von den Europäern „Mandarin“ genannten hohen Beamten der chinesischen Staatsverwaltung abgeleitet worden sein. Diese trugen nämliche eine orangefarbene Amtstracht.
Der Mandarinenbaum bevorzugt warme, subtropische Regionen, eine etwas kühlere Winterperiode ist für das Ausreifen der Früchte aber sehr förderlich. Mittlerweile sind die Anbaugebiete immer noch in China und Japan, aber auch in Marokko, USA, Südamerika, Israel, Spanien... Die Erntezeit in Südeuropa beginnt im Spätherbst, weshalb sie in Europa vor allem von Oktober bis Januar erhältlich sind.

Beliebte Frucht
Im Verhältnis zu anderen Zitrusfrüchten ist die Schale der Mandarine sehr leicht ablösbar und ihr Fruchtfleisch hat einen sehr charakteristischen, süßen Geschmack. Außerdem lassen sie sich auch recht leicht in Schnitze zerteilen (die Früchte bestehen aus ca. zehn Segmenten), wodurch man sie leicht essen kann. Das alles macht die Mandarine bei Erwachsenen wie bei Kindern zu einer sehr geschätzten Frucht.

Mehr als nur Kinder-Heilmittel
Das Mandarinen-Öl ist ein sehr gut verträgliches Duftöl, dass auch für Kinder, Schwangere und ältere Menschen gut geeignet ist. Es gilt als Heilmittel bei Angstzuständen und Nervosität. Auf Grund seines süßen, charakteristischen Geschmackes ist es bei Kindern sehr beliebt. Deshalb ist es ein wirksamer Duft bei ängstlichen, unruhigen oder überforderten Kindern.
Als angenehm duftendes Öl wird es aber auch gerne in Massageölen eingesetzt. Dieses ist z.B. für Schwangere sehr gut geeignet, da es die Stimmung aufhellt und zudem Dehnungsstreifen vorbeugt. Es kann auch zur Pflege von fetter, unreiner Haut eingesetzt werden.

Vorsicht: Nach der Massage nicht in die Sonne!
Mandarinen-Öl sollte nicht vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, da es die Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung erhöht. Wie bei allen Zitrusölen kann es in der Kombination mit intensiver Sonnenstrahlung zu ungewollten Hautreaktionen führen. Pigmentflecken bzw. Hautrötungen können die Folge sein. Diese sind zwar im allgemeinen ungefährlich, haben möchte die unschönen Flecken trotzdem niemand. Deshalb ist ein Sonnenbad nach der Massage mit Mandarinen-Öl unbedingt tabu.


Familie: Rautengewächse (Rutaceae)

Pflanze und Blüte: meist eher kleiner, immergrüner Baum, bis 4 m hoch; reinweiße Blüten; Blütezeit: Frühling;

Inhaltstoffe: Monoterpene, Monoterpenole, Aldehyde und Ester

Wirkung: aufheiternd, angstlösend, verdauungsfördernd

Verwendete Pflanzenteile: Früchte, Schale zur Kaltpressung des Mandarinenöls (die Schale muss unbedingt unbehandelt sein)


ANWENDUNG: ätherisches Öl (äußerlich), pur in Duftlampen oder in Ölmischungen; nicht unverdünnt auf die Haut auftragen!

  • ätherisches Öl (Duftlampe) – aufbauend, erfrischend und motivierend
  • Gesichtsdampfbad mit ätherischem Öl zur Hautberuhigung und Klärung sowie zur Behandlung von unreiner Haut (Pickel,...), Akne und fettiger Haut
  • Körperöl mit Mandarine zur Vorbeugung gegen Schwangerschaftsstreifen

Produkte mit Mandarine:
INIZIO verwendet Mandarine vor allem als ätherisches Öl.
Babyöl Zauberspruch Bio mit Mandarine
Schwangerschaftsöl FRAUENSACHE mit Mandarine


LUNAS TIPP:
Motivierter lernen mit Mandarinenduft

Die meisten Kinder lieben den Duft von Mandarine. Es kann deshalb sehr gut bei Widerwilligkeit bei Hausübungen, Ängstlichkeit, Unruhe,... eingesetzt werden.

Dazu einfach ein paar Tropfen Mandarinenöl in eine Duftlampe geben und diese immer beim Hausübung machen aufstellen. Das bewirkt natürlich keine Wunder, sorgt aber durchaus für ein angenehmes, entspanntes Klima.

 

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Echtes Mädesüß


Filipendula ulmaria

Maedesuess

Das Echte Mädesüß ist in Europa heimisch und liebt feuchte, nährstoffreiche Böden. Es wächst deshalb gerne auf Feuchtwiesen oder an Wassergräben und Bachufern. Ob der Name „Mädesüß“ auf den süßen Geruch des gemähten Graslandes oder auf dessen Verwendung als Aromastoff in Met-Wein zurückgeht, ist nicht geklärt. Andere Mädesüß-Arten sind auch in Asien und im östlichen Nordamerika beheimatet. Das Echte Mädesüß ist in Nordamerika hingegen nur ein Neophyt.

Der Name Aspirin
Wie die Rinde der Weide enthalten auch die Blätter des Mädesüß Salycylsäure. Das Medikament Aspirin erhielt den Namen von dem einst „Spiraea ulmaria“ genanten Mädesüß. Während das „A“ für Acetyl steht, ist „spirin“ von „Spiraea“ abgeleitet. Der Wirkstoff des Mädesüß ist dem in Aspirin ähnlich, die Wirkung ist aber um vieles schwächer.
Hildegard von Bingen (1098 - 1179) war das Kraut gut bekannt. Sie hat es in den Klostergärten kultiviert und gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt. Die Kommission E befürwortet den Einsatz zur unterstützenden Behandlung von Erkältungskrankheiten und leichten Gliederschmerzen. Es fördert die Harnausscheidung.

Traditioneller Süßstoff in Küche und Wein
Mädesüß dient in der Küche als Aroma- und Süßstoff. Süßspeisen aber auch Bier und Met (Honigwein) wurden traditionell mit der Pflanze aromatisiert. Vor allem in der französischen Küche findet das Mädesüß auch heute noch gerne Verwendung.


Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Pflanze und Blüte: ausdauernde krautige Pflanzen, 0,5 bis 1,5 m hoch; schirmrispige, cremeweiße Blütenstände; Blütezeit: Juni bis August;

Inhaltstoffe: FlavonoideSalicylate, Gerbsäurenätherisches Öl und Zitronensäure

Wirkung: entzündungshemmend, schweißtreibend, harntreibend, leicht schmerzstillend, hautreinigend

Verwendete Pflanzenteile: oberirdische Pflanzenteile (Stängel, Blätter und Blüten), Blüten als Süßstoff


Ernte: von Juni bis September, selten noch einmal im Herbst; bei Sonnenschein und voller Blüte zur Mittagszeit; Blüten, manchmal auch mit Stielen und etwas Kraut; im Frühjahr junge Blätter und Triebe in Salate, Suppen und als Tee;

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung das Mädesüß zu Sträußchen binden oder Blütenstände und ggf. Blätter getrennt lose auf einem Backblech verteilen.

ANWENDUNG in der küche: junge Triebspitzen für Suppen, Salate; Blüten als Garnierung auf Süßspeisen oder zur Verwendung von Kräuterwein; Mädesüß Hydrolat zur Parfümierung von Süßspeisen (feines Mandelaroma);

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur und Hydrolat

  • Tee (innerlich) bei Kopfweh, leichten Erkältungen, Fieber
  • Tee (innerlich) bei Gicht und Rheuma
  • Hydrolat (äußerlich) bei Hautausschlägen
  • Hydrolat zur Parfümierung von Desserts und anderen Speisen (feines Mandelaroma)

Produkte mit Mädesüß:
INIZIO verwendet Mädesüß vor allem als Hydrolat und in Hydrolatmischungen.
Intimpflege Hydrolat MORGENTAU mit Mädesüß

Mädesüß Hydrolat
Zum gesamten Hydrolat-Sortiment von Inizio Naturkosmetik


LUNAS TIPP:
Mädesüßwein

Als Dessertwein oder zur zusätzlichen, nebenwirkungsfreien Schmerzlinderung
Man füllt ein 1,5 Liter Einweckglas ca. 1/3 voll mit Mädesüßblüten und giest das Glas dann vollständig mit leichtem Weißwein auf. Gut verschließen und warm aber nicht an der direkten Sonne lagern. Nach ca. 14 Tagen abseihen und im Kühlschrank lagern. Kalt servieren. Schmeckt gut als Dessertwein, zu Süßspeisen und lindert etwas die Schmerzen. Achtung: in Maßen genießen.

 

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Muskatellersalbei


Salvia sclarea

Muskatellersalbei

Der Muskatellersalbei ist im Mittelmeerraum über Nordafrika bis nach Zentralasien heimisch. Er wächst an Wegrändern, in felsigem Geröll und ist mit dem Echten Salbei direkt verwandt. Die Wirkungen sind sehr ähnlich, wenngleich das ätherische Öl des Muskatellersalbei weniger Thujon enthält und als etwas weniger toxisch gilt. Muskatellersalbei wird auch als reine Zierpflanze in Staudenbeeten kultiviert und gilt als ausgezeichnetes Bienenfutter.

Helfer für Körper und Psyche
Schon in der Antike wurde er bei Kopfschmerzen eingesetzt. Hildegard von Bingen (1098 - 1179) verwendete ihn zur Verdauungsförderung und bei Magen-Darm-Erkrankungen. Muskatellersalbei soll die Verdauung fördern.

Auf Grund seiner antiseptischen, desodorierenden Wirkung wird er bei fettiger Haut, bei Hautentzündungen aber auch generell zur Haut- und Haarpflege (z.B. als Haarspülung) verwendet. Für Deos ist Muskatellersalbei auf Grund seiner antibakteriellen, antiseptischen und pilztötenden Eigenschaften ausgezeichnet geeignet.

Damit ist Muskatellersalbei auch in der Fußpflege ein toller Pflanzenwirkstoff, der unter anderem bei Schweißfüßen angewendet wird (z.B. tägliche Fußpflege mit dem Fußöl STANDPUNKT mit Muskatellersalbei).

Muskatellersalbei ist auch ein beliebtes „Frauenöl“, da er auch bei allerlei Menstuationsbeschwerden, bei Hitzewallungen und Wechseljahrbeschwerden angewandt wird.

Allerdings war Muskatellersalbei sehr früh nicht nur wegen seiner Heilwirkung, sondern wegen seiner antidepressiven, aufheiternden Wirkung bekannt. In der Aromatherapie gilt er als Stimmungsaufheller und soll kreative Gedanken anregen. Des weiteren soll er sowohl die männliche Potenz als auch die weibliche Lust steigern.

Muskatellersalbei wird auch in der Parfümindustrie eingesetzt.

Vorsicht:
Das ätherische Öl des Muskatellersalbei sollte in der Schwangerschaft auf keinen Fall unverdünnt eingesetzt werden, da es Wehen auslösen kann. Bei der Geburt verwendet man es jedoch gerne als schmerzlinderndes, aufbauendes Öl.


Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Pflanze und Blüte: zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze, 0,5 bis 1,5 m hoch; violette bis rosa Blüten; Blütezeit: Juni bis Juli;

Inhaltstoffe: Aldehyde, Cumarine, Ketone, Monoterpenole, Monoterpene, Oxide, ätherisches Öl

Wirkung: antibakteriell, schmerzstillend, adstringierend, schweißregulierend und tonisierend

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Blüten, Blüten zur Öl-Gewinnung


Ernte: von Juni bis August; bei Sonnenschein und voller Blüte zur Mittagszeit; Blüten, manchmal auch mit etwas Kraut;

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung Muskatellersalbei-Blütenstände zu Sträußchen binden; getrocknet helfen Blüten und Blätter, Düfte in Potpourris zu halten.

ANWENDUNG in der küche: junge Triebspitzen für Eier- und Süßspeisen - leicht harziger Geschmack; Blüten zum Aromatisieren von Kräuterwein; Muskatellersalbei Hydrolat zur Parfümierung von Süßspeisen (macht diese leichter verdaulich);

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur und Hydrolat

  • Tee (innerlich) bei leichten Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen,...
  • Tee (innerlich) bei Appetitlosigkeit
  • Tee oder Hydrolat (äußerlich) als belebende Haarspülung
  • Tee oder Hydrolat (äußerlich) bei fettiger, unreiner Haut oder Hautentzündungen
  • Tee oder Hydrolat (zur Mundspülung) bei Zahnfleischentzündungen
  • Hydrolat zur Parfümierung von Desserts und anderen Speisen (macht diese leichter verdaulich)

Produkte mit Muskatellersalbei:
INIZIO verwendet Muskatellersalbei vor allem als Hydrolat sowie als ätherisches Öl.
Partner- und Massageöl FEUERWERK
Körperöl KRAFTSTOFF
Fußöl STANDPUNKT

Muskatellersalbei Hydrolat
Zum gesamten Hydrolat-Sortiment von Inizio Naturkosmetik

 

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Nachtkerze


Oenothera

Nachtkerze

Als Kinder haben wir im Sommer in der Abendstimmung immer den im Halbdunkel leuchtend gelben Blüten zugeschaut, wie sie sich ruhig, aber gut sichtbar öffneten. Nach ca. einer halben Stunden war es dann so weit, die ersten Insekten flogen herbei und ließen sich auf den intensiv duftenden Blüten nieder.

Die Nachtkerze ist ursprünglich in den gemäßigten und tropischen Gebieten Nord- und Südamerikas heimisch. Nach Europa kamen sie erst im 17. Jahrhundert, deshalb kommen sie in der mittelalterlichen europäischen Volksheilkunde nicht vor. Mittlerweile sind die Neophyten verwildert und auch in Europa weit verbreitet. Die Blüten öffnen sich erst nach Sonnenuntergang. Dies geht relativ rasch und kann somit gut beobachtet werden. Keine andere Blüte in Mitteleuropa öffnet sich derart schnell.

Wertvolle Pflanze in der Hautpflege
Nachtkerzenblüten können in Öl werden und sehr gut zur Hautpflege oder zum Würzen von Speisen verwendet werden. Das sehr bekannte Nachtkerzenöl wird allerdings aus den Samen gepresst. Es wirkt entzündungshemmend, juckreizmindernd und ausgleichend auf die Haut und ist damit ein sehr wertvolles Öl in der Hautpflege. Präparate mit Nachtkerze werden unter anderem auch bei Ekzemen, trockener, schuppiger Haut und bei Neurodermitis eingesetzt. Auch normale Haut profitiert sehr von der Nachtkerze. (z.B. Körperöl NACHTKERZE Bio zur täglichen, ganz natürlichen Hautpflege)

Nachtkerze in der Küche
Die Blüten schmecken leicht süßlich, haben einen pikanten Nachgeschmack und können als Ganzes gegessen werden. Sie eignen sich ausgezeichnet zur Dekoration von Hauptspeisen und Desserts, aber auch unter Salate und Aufstriche können sie gut untergemischt werden. Die Samen sind ebenfalls ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel und können wir Müslis, Salate, und vieles mehr verwendet werden. Nach der Blüte können auch die Wurzeln geerntet werden. In der Vergangenheit wurde diese Schinkenwurzel genannt, da sie sich beim Kochen leicht rötlich verfärbt. Die Verarbeitung kann z.B. wie bei der Schwarzwurzel bzw. ähnlich wie beim Spargel erfolgen.


Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)

Pflanze und Blüte: ein- bis zweijährig krautige Pflanzen, können bis zu 2 m hoch werden; Blüten aus vier grünen Kelchblätter und vier freien, gelben bis weißen Kronblättern; Blütezeit: Ende Juni bis September;

Inhaltstoffe: Stearinsäure, Palmitinsäure, Linolsäure und Gamma-Linolensäure, Schleim, Gerbstoffe, Harz

Wirkung: entzündungshemmend, juckreizmindernd, krampflösend

Verwendete Pflanzenteile: Pflanzenteile: Blüten für einen Ölauszug, Samen für die Ölpressung


Ernte: Blüten von Juni bis September; bei guter Witterung ca. 30 Minuten nach Sonnenuntergang (bis in den Morgen hinein); Samen (sehr eiweißreich) ab Ende August bei guter Witterung; Wurzeln nach der Blütezeit;

FRISCH ODER GETROCKNET: Blüten und Wurzeln frisch; Samen können gut auf einem sauberen Tuch ausgebereitet und getrocknet werden;

ANWENDUNG in der küche: Blüten können sowohl pikant als auch für Süßspeisen verwendet werden - in Salaten, Suppen, Eierspeisen, Kräuterquark, Kräuterbutter, zur Dekoration von Desserts,...; Samen zum Bestreuen von Brot, ins Müsli,...; Wurzeln wie Schwarzwurzel kochen;

ANWENDUNG: Nachtkerzenöl und Ölauszug

  • Nachtkerzenöl (äußerlich) zur Pflege von trockener, strapazierter Haut
  • Nachtkerzenöl (äußerlich) zur täglichen Pflege von normaler Haut
  • Nachtkerzenöl (äußerlich) bei Neurodermitis
  • Samen (innerlich) zur Stärkung des Immunssystems

Produkte mit NACHTKERZE:
INIZIO verwendet Nachtkerze vor allem als Körperöl sowie als Ölauszug.
Körperöl NACHTKERZE Bio

Nachtkerzen Ölauszug
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Patchouli


Pogostemon CABLIN

Patchouli

Die Heimat des Patchouli ist Asien, vor allem Indien, Sri Lanka bis Indonesien. Es sind bis zu 90 Pogostemon-Arten verbreitet, wovon vor allem der javanische und indische Patchouli zur Herstellung des ätherischen Öles verwendet werden. Patchouli braucht ausreichend Wasser und benötigt deshalb feuchte Böden, die aber trotzdem wasserdurchlässig sind.

Erotisierend
Das ätherische Patchouli-Öl (Pogostemon cablin) ist sehr markant und intensiv duftend. Es riecht würzig, herb und gilt als sexuell anregend und stimulierend, weshalb es gerne in Massageölen eingesetzt wird. In den 60er Jahren erfreute es sich hoher Beliebtheit, weil es nicht nur aphrodisierend, sondern auch gegen Frigidität wirken soll.

Der Duft wird nicht von allen gleich geschätzt, er wird von manchen als zu aufdringlich empfunden. Besonders angenehm sind deshalb Körperöle mit einer Kombination aus mehreren ätherischen Ölen, die den Geruch von Patchouli weicher machen und harmonisieren. Ganz toll ist z.B. die Kombination von blumigem Jasmin, fruchtigem Bergamotte, wärmendem schwarzen Pfeffer und würzigem Patchouli (z.B Massageöl FEUERWERK von Inizio)

Entzündungshemmend & antifungal
Patchouli wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und antifungal. Deshalb kann es in der Hautpflege ausgezeichnete Dienste leisten, da es sowohl bei trockener als auch bei fettiger, zu Akne neigender Haut das Eindringen von Bakterien erschwert und leichten Entzündungen entgegenwirkt. Durch seine antifungale Wirkung wird es auch sehr gerne bei Haut- und Nagelpilz eingesetzt. Bei kleinen Wunden hat es auf Grund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung ebenfalls gute Wirkung gezeigt.

Patchouli wirkt außerdem beruhigend bei innerer Unruhe, bei Schwindelgefühlen, Kopfweh und bei Magenschmerzen.


Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Pflanze und Blüte: einjährige oder ausdauernde krautige Pflanze, bis 1 m hoch; ährige Blütenstände, kleine purpurfarbene Blüten;

Inhaltstoffe: Zimtaldehyd, Camphen, Azulen, Sesquiterpene, Benzaldehyd, Patchoulicampher, Patchoulipyridin, Eugenol, Cadinen

Wirkung: adstringierend, antibakteriell, entzündungshemmend, antifungal

Verwendete Pflanzenteile: getrocknete Blätter


ANWENDUNG: ätherisches Öl (äußerlich), pur in Duftlampen oder in Ölmischungen; nicht unverdünnt auf die Haut auftragen!

  • ätherisches Öl (Duftlampe) bei Angstzuständen, Selbstzweifel, für anregenden Gedanken
  • Gesichtsöl mit Patchouli zur antibakteriellen, entzündungshemmenden Hautpflege bei trockener sowie fettiger Haut
  • Gesichtsdampfbad mit ätherischem Patchouli-Öl zur antibakteriellen Pflege und Klärung bei fettiger Haut
  • Sitzbäder mit 1-2 Tropfen ätherischem Öl (zusätzlich zu Kräutermischungen) bei Blasenentzündungen
  • Sitzbäder mit 1-2 Tropfen ätherischem Öl bei Hämorrhoiden
  • Körperöl mit Patchouli zur anregenden Partnermassage
  • Fußöl mit Patchouli zur unterstützenden Pflege gegen Fußpilz und Nagelpilz
  • ätherisches Öl zusammen mit Rosengeranie, Zeder und Lavendel gegen Motten, Silberfischchen, Insekten wie Mücken,...

Produkte mit Patchouli:
INIZIO verwendet Patchouli vor allem als ätherisches Öl.
Partner- und Massageöl FEUERWERK
Intimöl STREICHELEINHEIT

 

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Pfefferminze


Mentha piperita

Pfefferminze

Minzen wurden schon vor Jahrtausenden in Europa, Asien und Afrika genutzt. Da Minzarten zur Bastardisierung neigen, sind sehr viele natürliche Kreuzungen entstanden. Eine davon ist die Pfefferminze, die wahrscheinlich zufällig durch eine Kreuzung der Wasserminze und der grünen Minze entstanden ist. 1696 entdeckte der Biologe John Ray die besonders scharf schmeckende Minze in einem englischen Garten und nannte sie Pfefferminze. Sie zeichnet sich durch den hohen Mentholgehalt aus und wurde rasch zu einer sehr beliebten Heilpflanze. Eine Vermehrung ist nur durch Stecklinge, nicht durch Samen möglich.

Beliebtes Heilkraut
Pfefferminze wirkt anregend auf die Gallensaftproduktion, krampflösend bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie antiviral. Die Wirksamkeit bei Spannungskopfschmerzen wurde durch diverse klinische Studien belegt. Auf Grund des erfrischenden Geschmackes ist Pfefferminze oft Teil von Zahnpasta und Mundwasser.

In der Volksmedizin wird Pfefferminze gerne bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und bei Erkältungskrankheiten verwendet. Dabei steht die als angenehm empfundene Kühlwirkung im Vordergrund.

Äußerlich angewendet wirkt Pfefferminze ebenfalls kühlend bei Muskelkater und Verspannungen, aber auch bei Migräne und Kopfweh.

Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Pflanze und Blüte: ausdauernde krautige Pflanze, bis 0,9 m hoch, zufällige Kreuzung aus Wasserminze und Grüner Minze; violette, ährenförmig angeordnete Blüten; Blütezeit: Juni bis September;

Inhaltstoffe: ätherisches Öl, davon Menthol, Menthon und Menthylacetat, Gerbstoffe, Phenolcarbonsäuren, Flavonoide

Wirkung: krampflösend, verdauungsfördernd, schmerzstillend, kühlend, antiseptisch, erfrischend

Verwendete Pflanzenteile: Blätter, idealerweise kurz vor der Blüte


Ernte: Blätter vor der Blütezeit (Mai bis Juni), wenn die Blätter schön kräftig sind; bei Sonnenschein, wenn der Tau abgetrocknet ist; Eine zweite Ernte im Spätsommer ist möglich, wenn die Pflanze nach der Blüte stark zurückgeschnitten wird. Diese ist aber meist nicht mehr so intensiv wie die erste Ernte; Für frischen Tee kann Pfefferminze in kleinen Mengen vom Frühjahr bis in den Herbst geerntet werden;

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung Pfefferminze zu Sträußchen binden oder Blätter lose auf einem Backblech verteilen.

ANWENDUNG in der küche: Frisch in Salatmarinaden, in Obstsalaten, anderen Desserts oder Bowlen,...; zur Herstellung von Erfrischungsgetränken, Cocktails (mit und ohne Alkohol);

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur, Hydrolat und ätherisches Öl

  • Tee (innerlich) bei leichten Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen,...
  • Tee oder Hydrolat (äußerlich) als belebende Haarspülung
  • Tee oder Hydrolat (äußerlich) bei fettiger, unreiner Haut oder Hautentzündungen
  • Tee oder Hydrolat als erfrischende Mundspülung
  • 1 Tropfen ätherisches Öl auf die Schläfen bei Spannungskopfschmerzen
  • Körperöl mit Pfefferminze zur entspannenden Massage und Pflege bei Muskelkater, Verspannungen

Produkte mit Pfefferminze:
INIZIO verwendet Pfefferminze vor allem als ätherisches Öl.
Körperöl KRAFTSTOFF mit Pfefferminze
Fußöl STANDPUNKT mit Pfefferminze


LUNAS LIEBLINGS-DRINK:
Mojito im Garten...

Es muss nicht immer nur heilend sein. Erfrischend am Pool, im Garten oder an langen Sommerabenden kann auch ein Mojito sein.

Zutaten:
6 cl weißer Rum
3 cl Limettensaft (ca. 1/2 Limette) - Zitrone geht auch
3 gestrichene TL brauner Zucker
gekühltes Sodawasser
Eiswürfel oder besser crushed Ice

Für den Mojito je nach Größe ca. 6 Minzeblätter gemeinsam mit dem Zucker in ein Longdrinkglas geben, die Limette halbieren und ausdrücken, mit einem Stössel im Glas zerdücken (so gibt die Minze ihr Aroma besser frei - die Blätter sollten aber dabei nicht geteilt werden, damit sie nicht zwischen den Zähnen hängen bleiben). Rum dazugeben und alles gut verrühren - der Zucker sollte sich auflösen. Das Glas mit crushed Ice auffüllen oder alternativ einige Eiswürfel verwenden. Wichtig ist, dass der Mojito kühl ist. Anschließend mit gekühltem Sodawasser auffüllen und gleich servieren.

 

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HINWEIS: Inizio übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. Die Inhalte dieser Seite sind in keiner Weise Ersatz für medizinische Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Inizio möchte außerdem keine Anleitung zur Selbstdiagnose geben, die Inhalte dienen nur der Basis- bzw. Zusatzinformation.

 

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[Christa Schyboll]

 

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