Stiel-Eiche


Quercus robur

Eiche

Die Eiche ist schon seit ewigen Zeiten ein sagenumwobener, in vielen Kulturen sogar ein heiliger Baum. Unter Eichen wurde wie unter Linden Gericht gehalten, sowohl die Frucht - die Eichel - als auch das charakteristische Blatt ist auf vielen Wappen abgebildet. Auf Grund des harten Holzes und des spät fallenden Laubes galt die Eiche unter anderem in der germanischen Mythologie als Symbol für Unsterblichkeit und Standhaftigkeit. Der Eichenkranz (und das Eichenlaub) gilt als Zeichen für mutige und herausragende Leistungen und wird als Auszeichnung verliehen.

Die Stieleiche kann bis zu 50 m (meist 15 bis 40 m) hoch und bis zu 1000 Jahre alt werden. Die junge Rinde ist noch glatt und graugrün, die Rinde des oft mächtigen Stammes ist graubraun und rissig. Die Blätterform ist sehr charakteristisch mit tiefen Einbuchtungen. Die Eichel ist eine sehr bekannte Frucht, die vor allem von Kindern gerne zum Basteln gesammelt wird. Für Schweine gilt sie als gute Futter. Eichen sind in ganz Europa verbreitet und wachsen sowohl im Mischwäldern als auch alleinstehend auf Wiesen. Hier sehen sie besonders mächtig aus.

Begehrtes Holz
Aufgrund ihres harten, charakteristischen Holzes werden Eichen unter anderem als Eisenbahnschwellen, zum Bootsbau oder als Eichenfässer zur Cognac- und Weinlagerung verwendet. Das Holz der Eiche hat einen besonderen Einfluss auf den Geschmack und das Aroma von z.B. Rotwein. Außerdem wird Eiche gerne für Holzböden und Möbel verwendet.

Bekanntes Heilmittel bei Störungen im Genital- und Analbereich
Eichenrinde galt schon in der Antike als blutstillendes Mittel. Vor allem die Eichenrinde der jungen Äste und Zweige der Stiel-Eiche enthält sehr viel Gerbstoffe. Die getrocknete Rinde hat einen Gerbsäureanteil von 8 bis 20%. Gerbstoffe wirken auf die menschliche Haut und Schleimhaut adstringierend, also zusammenziehend. Sie verfestigen die oberen Gewebeschichten, indem sie mit den Eiweißen der Haut reagieren. Kleine Blutgefäße werden abgedichtet, die Blutung damit gestoppt. Zusätzlich bewirkt eine Abschwächung der Nervenreize eine Verminderung von unangenehmem Juckreiz. Durch die adstringierende, entzündungshemmende, juckreizlindernde Wirkung wird sie deshalb vor allem bei entzündlichen Erkrankungen der Schleimhäute im Mundraum sowie im Gential- bzw. im Analbereich und bei Hämorrhoiden eingesetzt. Innerlich wird Eichenrinde vor allem bei leichten Durchfallerkrankungen verwendet.

Eichenrinde ist aber nur für den akuten Einsatz geeignet, nicht für die Langzeittherapie! Sie sollte auf keinen Fall zu lange, egal ob innerlich oder äußerlich angewendet werden. Äußerlich sollte man Eichenrinde nur ca. 2 Wochen einsetzen, innerlich nur einige Tage.

ACHTUNG: Personen mit Bluthochdruck oder mit einer Herzschwäche sowie großflächigen Hautverletzungen sollten auf die Behandlung mit Eichenrinde verzichten. Die Anwendung sollte im Zweifelsfall auf jeden Fall mit dem Arzt oder Apotheker besprochen werden.

Die Stiel-Eiche war 1989 Baum des Jahres.


Familie: Buchengewächsen (Fagaceae)

Pflanze und Blüte: sommergrüner, einstammiger Baum, bis 50 m Höhe; Eicheln;

Inhaltstoffe: Gerbstoffe, Catechine und Tannine, Flavonoide 

Wirkung: zusammenziehend, entzündungshemmend, juckreizlindernd

Verwendete Pflanzenteile: Rinde der jungen Zweige


Ernte:  junge Zweige kann man von Mai bis Juni bei trockener Witterung schneiden, dabei muss aber unbedingt darauf geachtet werden, dass der Baum nicht geschädigt wird; die Rinde wird abgeschält, ganz dünne Zweige können auch fein geschnitten werden;

FRISCH ODER GETROCKNET: Eichenrinde wird im Normalfall getrocknet verwendet;

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur

  • Tee (äußerlich) als Sitzbäder bei Hämorrhoiden, Juckreiz und Brennen am After
  • Tee (äußerlich) bei entzündlichen Hauterkrankungen und Hautausschlägen
  • Tee (äußerlich) bei leichten Entzündungen im Mundraum
  • Tee (innerlich) bei durch Bakterien und Viren verursachten Durchfall (die Anwendung sollte aber mit einem Arzt oder Apotheker abgeklärt werden)

Produkte mit STIEL-EICHE:
INIZIO verwendet Stiel-Eiche vor allem als Badezusatz für Sitzbäder bei Störungen im Genital- und Analbereich sowie bei Hämorrhoiden.
Sitzbäder bei Hämorrhoiden
Sitzbäder bei Anal- und Genitalbeschwerden

 

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Gemeine Fichte


Picea abies

Gemeine Fichte

Die gemeine Fichte, auch Rotfichte genannt, ist ein in Europa heimischer immergrüner Baum, der in Ausnahmefällen bis zu 60 m hoch und bis zu 600 Jahre alt werden und einen Stammdurchmesser von bis zu 1,5 m aufweisen kann. Neben der Tanne ist sie der größte europäische Baum. Der Name Picea stammt aus dem Lateinischen und heißt soviel wie harziges Nadelholz. Der Name Abies bedeutet fälschlicherweise Tanne. Die Zapfen benötigen ein ganzes Jahr bis sie reif und zu den braunen, nach unten hängenden, ca. 10 bis 15 cm großen Zapfen werden. Der Stamm weist in tieferen Lagen eine rötlich-braune Färbung auf, deshalb wird der Baum wohl Rotfichte, irreführenderweise auch manchmal Rottanne genannt.

Fichte oder Tanne?
Die Nadeln der Fichte sind im Gegensatz zur Tanne stechend spitz und vierkantig. Meist verteilen sie sich bis auf einen Nahtstelle an der Unterseite rund um den Zweig.

Findet man unter einem Baum „Tannenzapfen“, so ist die Bezeichnung eigentlich falsch. Es handelt sich nämlich um Fichtenzapfen. Von der Weißtanne fällt nämlich gar kein ganzer Zapfen ab, sondern nur einzelne Schuppen. So werden die Samen der Weißtanne freigegeben. Im Gegensatz dazu wirft die Fichte ihre Zapfen als ganzes ab – am Waldboden kann man somit keine Tannen-, sondern nur Fichtenzapfen finden. Außerdem: Während die Zapfen der Fichte am Baum hängen, stehen die der Tanne auf den Ästen.

Mehr als nur Holzlieferant
Die Fichte ist in Deutschland der wichtigste Holzlieferant. Ein Großteil wird als Bau- und Konstruktionsholz für Balken, Kanthölzer,… verwendet, das Holz wird aber auch für Verpackungskisten, Möbel und Streichinstrumente eingesetzt. Fichtennadel werden aber auch zu Hydrolaten und zu Fichtennadelöl destilliert und in der Naturkosmetik verwendet. Der Duft ist typisch harzig, nach Fichtennadeln riechend.
Die Gemeine Fichte wird ähnlich wie die Weißtanne auch als Arznei- und Heilpflanze genutzt. Vor allem das Harz ist Bestandteil vieler Wundsalben aber auch Salben bei Rheuma, Muskelverspannungen und stumpfen Verletzungen. Bekannt ist die Einreibung mit Fichtennadel-Franzbranntwein. Das Öl wirkt durchblutungsfördernd und wärmend und tut so ebenfalls bei Muskelkater, Verspannungen und Rheuma-Schmerzen gut. In der Naturheilkunde wird das ätherische Öl der Fichte außerdem zur Stärkung der Atemwege bei Erkältungskrankheiten und Bronchitis eingesetzt. Fichtenöl wirkt schleim- und hustenlösend, der Duft nach Tannenwald erleichtert einem außerdem das Durchatmen.
Der Duft soll das Selbstvertrauen und die Widerstandsfähigkeit stärken.

Die Kommission E bestätigt die Wirkung frischer Fichtenspitzen und des ätherischen Öles aus den Nadeln innerlich bei Erkältungskrankheiten der Luftwege, äußerlich bei Rheuma und Nervenschmerzen.

Fichtennadeln essen?
Junge Fichtentriebe werden auch als Nahrungsmittel verwendet. Die hellgrünen Triebe schmecken leicht säuerlich, etwas zitronig und können als Salat zu Fleisch, als Sirup… verwendet werden. Durch den hohen Vitamin C Gehalt galten sowohl der Tee als auch die frischen Triebspitzen als Heilmittel gegen Skorbut.  

Die Gemeine Fichte ist der Baum des Jahres 2017 in Deutschland.


Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)

Pflanze und Blüte: immergrüner, einstammiger Baum, 30 bis 60 m Höhe; hängende, meist ca. 10-15 cm große Zapfen;

Inhaltstoffe: ätherisches Öl mit Bornylacetat, Borneol, Pinen, Monoterpene, Vitamin C

Wirkung: antibakteriell, schleimlösend, auswurffördernd, durchblutungsfördernd, beruhigend

Verwendete Pflanzenteile: Nadeln, junge Triebe, Harz


Ernte:  junge Fichtentriebe kann man je nach Region von Ende April bis Ende Mai bei trockener Witterung ernten; Harz findet man mit etwas Glück das ganze Jahr über; 

FRISCH ODER GETROCKNET: Zum Essen oder zur Hydrolatgewinnung sind frische Fichtentriebe zu bevorzugen; für Tee können sie jedoch auch getrocknet werden;

ANWENDUNG in der küche: Junge Fichtentriebe können frisch fein geschnitten sowohl roh in Salaten, Kräuterquark oder Kräuterbutter, sowie in Marinaden für Ofengemüse oder Fleisch verwendet werden. Häufig kocht man aus Fichtenspitzen auch Honig oder Sirup. Verwenden sollte man aber wirklich nur die jungen Triebe, bei denen die Nadeln noch ganz weich sind. Für Fichtennadel-Tee können auch schon etwas ältere Triebe verwendet werden;

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur, als Hydrolat, als ätherisches Öl, bzw. das Harz

  • Tee (innerlich) bei Erkältungen und Husten
  • Tee (innerlich) wirkt schleimlösend
  • Hydrolat (äußerlich) oder Pflanzenöl mit ätherischem Öl bei Muskelkater, Verspannungen, Rheuma
  • Harz als Salbe verarbeitet (äußerlich) bei Rheuma
  • Harz als Salbe verarbeitet (äußerlich) zur Wundpflege
  • Hydrolat (äußerlich) oder ätherisches Öl in einer Duftlampe gibt Selbstvertrauen und wirkt beruhigend

Produkte mit FICHTE:
INIZIO verwendet Fichte vor allem als Hydrolat.
Fichte Hydrolat

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Frauenmantel


Alchemilla

Frauenmantel

Der Name leitet sich Alchemie ab, der deutsche Name leitet sich wohl von der Ähnlichkeit zur Darstellung von mittelalterlichen Mariendarstellungen ab.
Der Frauenmantel ist in Europa, Asien und Afrika verbreitete Pflanze, die auf Wiesen - vor allem in Bergregionen - wächst, aber auch in Bauerngärten und als Zierpflanze in Parks kultiviert wird. Frauenmantel kommen auf gedüngten Wiesen sehr häufig vor und sind sehr trittresistent. Er wird von vielen Vieharten gerne gefressen und dient deshalb auch als Mähfutter.

Bekanntes Heilkraut im Mittelalter
Die Verwendung des Frauenmantels in der Volksmedizin hat schon eine lange Tradition. Als Tee, Tinktur oder Hydrolat wurde ihm eine adstringierende, straffende und krampflösende Wirkung nachgesagt. Im Mittelalter wurde er deshalb zur Behandlung von Wunden, inneren Geschwüren, Frauenkrankheiten, zur Straffung von hängenden Busen, Bauchschmerzen aber auch Kopfschmerzen eingesetzt. In Kleinen Destillierbuch von Hieronymus Brunschwig wurde das Destillat aus Frauenmantel äußerlich bei Wunden, „für starke Brüste“ und bei innerlichen Krankheiten angewendet. Paracelsus verwendete Frauenmantel zur Wundheilung. Mit dem Aufkommen der Schulmedizin verlor der Frauenmantel zunehmend an Bedeutung, was sehr schade ist.

Heute wird der Frauenmantel nach wie vor bei Frauenleiden, Wechseljahrbeschwerden, Ausfluss, Menstruationsbeschwerden und bei kleinen Wunden, Furunkel und Ekzemen verwendet. Bei Zahnfleischbluten wirkt Frauenmantel adstringierend / blutungsstillend und Zahnfleisch-kräftigend. Auch die leicht hautstraffende Wirkung wird bei manchen Anwendungen hervorgehoben. Die Kommission E bestätigt die Wirkung bei leichtem Durchfall.

Frauenmanteltau
Der Frauenmanteltau ist ein von der Pflanze selbst erzeugter „ausgeschwitzter" Wassertropfen (Guttationstropfen). Hat der Frauenmantel mehr Wasser aus dem Boden aufgenommen, als er durch seine feinen Poren ausscheiden kann, presst er die überschüssige Flüssigkeit aus den Öffnungen am Ende der Blattspitzen. Dieser Tau galt schon früher als „Zauberwasser“ und wird teilweise heute noch in mühsammer Handarbeit zusammengesammelt. Es gilt jedoch zu beachten, nur auf ungedüngten Boden zu Sammeln, denn im Guttationstropfen sind auch die Inhaltstoffe des Bodens vorhanden.


Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Pflanze und Blüte: Halbsträucher oder ausdauernd krautige Pflanzen, bis zu 60 cm hoch; kleine unscheinbare kronblattlose hellgrüne Blüten; Blütezeit: Mai bis September;

Inhaltstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Phytosterine, ätherische Öle, Salicylsäure, Saponine, Calciumoxalat-Drusen

Wirkung: adstringierend - zusammenziehend, leicht straffend, krampflösend, entzündungshemmend

Verwendete Pflanzenteile: hauptsächlich Blätter, seltener auch Blütenstände


Ernte: von meist Mai bis Oktober; bei Sonnenschein, wenn der Tau abgetrocknet ist; alle oberirdischen Teile, meist aber die Blätter;

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung den Frauenmantel zu Sträußchen binden oder lose auf einem Backblech verteilen. Frisches Kraut ist zu bevorzugen.

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur, Ölauszug und Hydrolat

  • Tee (innerlich) bei leichtem Durchfall (von der Kommission E anerkannt), wirkt leicht stopfend
  • Tee (innerlich) zur Menstruationsregulierung und bei Menstruationsbeschwerden
  • Tee (innerlich) bei Frauenleiden, Senkungsbeschwerden
  • Hydrolat (äußerlich) bei Hautunreinheiten
  • Gesichtsdampfbad zur Hautberuhigung bei Hautunreinheiten
  • Waschung bei Ekzemen, Furunkeln
  • Mundspülung bei entzündeten Mundschleimhäuten, Zahnfleischbluten
  • Zahnöl bei entzündeten Mundschleimhäuten, Zahnfleischbluten

Produkte mit Frauenmantel:
INIZIO verwendet Frauenmantel vor allem als Hydrolat und in Ölauszügen.
Frauenmantel Hydrolat
Frauenmantel Ölauszug

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Zu den Ölauszügen von Inizio Naturkosmetik


LUNAS EMPFEHLUNG:
Frauenmantel bei Zahnfleischbluten

Wer regelmäßig an Zahnfleischbluten leidet, sollte folgenden Tipp unbeding ausprobieren:

Zähne mit Frauenmantelöl putzen
Putzen Sie die Zähne am Abend wie gewohnt. Mund gut ausspülen. Nun auf eine weiche Zahnbürste zwei Tropfen Frauenmantelöl geben und Zahnfleisch sanft damit massieren (im ganzen Mundraum gesamt maximal 2 Minuten). Nicht nachspülen!

Frauenmantelhydrolat
Sprühen Sie mehrmals täglich Frauenmantel-Hydrolat auf die betroffenen Zahnfleischstellen.

 

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Gänseblümchen


Bellis perennis

Gaensebluemchen

Das Gänseblümchen ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete Pflanze, die im Gegensatz zu vielen anderen Lebewesen sehr stark vom Menschen profitiert hat. Mit der Schaffung von Haus, Hof und Weiden hat es optimale Lebensbedingungen vorgefunden. So bezieht sich der Name des Gänseblümchen wahrscheinlich darauf, dass es gerne auf den Weideplätzen der Gänse wuchs, da hier durch das Umhertrampeln der Gänse die umgebenden Pflanzen klein gehalten werden. Möglicherweise bezieht sich der Name auch nur auf die weiße Farbe. Auf nicht durch den Menschen kultivierten Wiesen kann sich das Gänseblümchen nur schwer gegen höher wachsende Pflanzen durchsetzen, deshalb konnte es sich erst mit dem Anlegen von Park-, Rasen- und Gartenanlagen im großen Stil ausbreiten. Durch die Verunreinigung von Grassamen mit seinem Samen konnte es sich fast weltweit ausbreiten.
Es richtet sich im Laufe des Tages immer nach der Sonne, am Abend oder bei Regen schließt es sich.

Saponine - vielseitige Helfer
Wissenschaftliche Studien über die Heilwirkung des Gänseblümchens fehlen zum Großteil. Ein Grund für die überzeugende Wirkung sind aber sicherlich die im Gänseblümchen enthaltenen Saponine. Diese wirken entzündungshemmend, antibakteriell und regen das Immunsystem an. In der Volksheilkunde wird das Gänseblümchen schon seit Jahrhunderten verwendet. Im Kleinen Destillierbuch des Hieronymus Brunschwig (1450 - 1512) wurde schon seine wundheilende Wirkung erwähnt. Es wird zur Hautpflege und Hautreinigung, bei Hauterkrankungen, bei Kopfweh und Erkältungen eingesetzt. Besonders heilkräftig gilt es in der Wundbehandlung von Schürf- und Schnittwunden. Es wird aber auch bei Verspannungen, Muskelkater und zur Stärkung der Gelenke eingesetzt.

Essbare Wildblume
Das Gänseblümchen ist essbar und wird auch gerne als dekoratives Element in der Küche in Salaten oder Nachspeisen eingesetzt.

Das Gänseblümchen war 2017 Heilpflanze des Jahres.

 

Lesen Sie diesen Bericht über Gänseblümchen

 


Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Pflanze und Blüte: sehr ausdauernde krautige Pflanze, bis 15 cm hoch; körbchenförmige Blütenstände, weiße Zungenblüten in zwei Reihen angeordnet, im Zentrum zwischen 75 und 125 gelbe, zwittrige und trichterförmige Röhrenblüten, die Einzelblüten erwecken den Anschein einer Gesamtblüte; Blütezeit: Februar bis November - in milden Jahren ganzjährig;

Inhaltstoffe: Saponin, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Schleim

Wirkung: antimikrobiell, stärkend, blutreinigend, krampf- und schleimlösend, stoffwechselanregend, harntreibend

Verwendete Pflanzenteile: Blüten und Blätter


Ernte: Gänseblümchen können fast das ganze Jahr vereinzelt blühen, die Hauptblütezeit ist aber von März bis Anfang Mai; bei Sonnenschein und voller Blüte zur Mittagszeit; alle oberirdischen Teile - Blüten und Blätter;

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung das Gänseblümchen lose auf einem Backblech verteilen.

ANWENDUNG in der küche: Frisch in Salaten, Kräuterquark, als essbare Blüte zur Dekoration auf den verschiedensten Gerichten

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur, Ölauszug und Hydrolat

  • Tee (innerlich) bei Schnupfen und Husten
  • Hydrolat (äußerlich) zur Hautpflege bei Hautunreinheiten

Produkte mit Gänseblümchen:
INIZIO verwendet Gänseblümchen vor allem als Hydrolat und in Hydrolatmischungen.
Intimpflege-Hydrolat MORGENTAU mit Gänseblümchen
Babypflege-Hydrolat FEENSTAUB mit Gänseblümchen
Hydrolat WILDE BRAUT mit Gänseblümchen

Gänseblümchen Hydrolat
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Gundermann


Glechoma hederacea

Gundermann

Gundermann wächst bevorzug auf fruchtbaren, schweren sowie kalkhaltigen Böden. Er fühlt sich genauso unter Bäumen und Hecken wie an Wegrändern oder an Komposthaufen wohl. Selbst unter der Schneedecke entwickelt er kleine Blättchen und im Frühjahr ist er einer der ersten verfügbaren Wildkräuter. Der Name leitet sich voraussichtlich vom althochdeutschen „Gund“ - „Eiter“ ab. Gundermann wurde schon im Mittelalter als Heilpflanze verwendet. Er wird in der Volksmedizin bei schlecht heilenden Wunden, aber auch bei Durchfall, Magen-, Gallen- und Leberbeschwerden sowie Lungenerkrankungen eingesetzt. Auch zur Spülung von Mund- und Rachenraum bei Entzündungen kann er eingesetzt werden. Hildegard von Bingen (1098 - 1179) setzte die Pflanze bei Erschöpfungszuständen und Ohrensausen ein. Vor der Kultivierung des Hopfens wurde Gundermann auch zur Konservierung von Bier eingesetzt.

Gundermann hat auch entgiftende Eigenschaften, er ist deshalb bestens für Entschlackungs- und Reinigungskuren geeignet. Zur Ausleitung von Giften aus dem Körper eignet sich gut Gundermanntee, aber auch Gundermann in Salaten. Wem Gundermanntee zu herb schmeckt, kann ihn gut mit Löwenzahn, Gänseblümchen und Zitronenmelisse mischen.

Bekanntes Gründonnerstagskraut – aromatisches Würzkraut in der Küche
Früher wurde das Kraut auch gerne in Suppen oder als Gemüse gekocht. Ein Beispiel ist die Gründonnerstagssuppe. Sie besteht aus 9 Wildkräutern, eines davon ist traditionell der Gundermann. Reich an Vitamin C, Bitterstoffen und Kieselsäure ist er auch heute noch ein wertvolles Küchenkraut.


Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Pflanze und Blüte: wintergrüne ausdauernde krautige Pflanze, Hauptsproß bis zu 2 m lang; blau-violette Blüten; Blütezeit: April bis Juni;

Inhaltstoffe: Flavonoide, Triterpenoide, ätherische Öle, Gerbstoffe, Bitterstoffe

Wirkung: entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend, stärkend

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Blüten


Ernte: Gundermann wächst das ganze Jahr, sogar unter der Schneedecke, die Haupterntezeit ist aber von März bis Juli; bei Sonnenschein, wenn der Tau abgetrocknet ist; alle oberirdischen Teile - Blüten und Blätter;

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung den Gundermann lose auf einem Backblech verteilen. Das frische Kraut ist zu bevorzugen.

ANWENDUNG in der küche: Blätter in Salaten, Suppen, Eierspeisen, Kräuterquark, Kräuterbutter,... (schmeckt herb-würzig; Achtung deshalb beim Dosieren!)

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur, Ölauszug und Hydrolat

  • Tee (innerlich) zur Entgiftung
  • Tee (innerlich) zur Stärkung von Leber und Galle
  • Tee (innerlich) wirkt schleimlösend
  • Hydrolat (äußerlich) bei Ekzemen
  • Ölauszug oder Hydrolat (äußerlich) bei kleinen Verletzungen, Kratzern, Schürfungen,...
  • Hydrolat (äußerlich) bei unreiner Haut und Akne

Produkte mit Gundermann:
INIZIO verwendet Gundermann vor allem als Hydrolat und in Hydrolatmischungen sowie als Ölauszug.
Hydrolat WILDE BRAUT mit Gundermann

Gundermann Hydrolat
Gundermann Ölauszug
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LUNAS EMPFEHLUNG:
Kräuterquark mit Gundermann

Wem Gundermann als Einzelgemüse zu streng schmeckt aber trotzdem nicht auf seine Inhaltstoffe verzichten möchte, kann ihn auch mit anderen Kräutern vermischt in Kräuterquark einsetzen.

Rezeptvorschlag
Zwei/drei Blätter Gundermann, ein junges Blatt Löwenzahn und nach Belieben einen Zweig Petersilie, etwas Schnittlauch, Rosmarin, Majoran oder Basilikum fein hacken, mit drei gehäuften Esslöffeln Quark, einem Spritzer Olivenöl und Zitrone, etwas Senf, Salz und Pfeffer gut verrühren und eventuell mit Gundermann und/oder Gänseblümchen-Blüten verzieren. Wer den Quark etwas weniger grob mag, gibt noch einen Esslöffel Crème Fraîche dazu.
Passt gut zu gekochten Kartoffeln, als Sauce zu gegrilltem Fleisch oder auf ein frisches Stück Vollkornbrot.

Sowohl Gundermann Hydrolat als auch Gundermann Ölauszug können zum Würzen von Speisen verwendet werden. Beide schmecken bei weitem nicht so herb wie der frische Gundermann, enthalten aber trotzdem die wertvollen Inhaltstoffe. Einfach aufsprühen oder z.B. unter den Kräuterquark rühren.

 

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Ho-Blätter


Cinnamomum camphora

Ho

Die Ho-Blätter stammen vom Kampher-Baum. Dieser war ursprünglich in China heimisch. Mittlerweile wird der Baum auch in Afrika, Brasilien und Sri Lanka angebaut und kommt in vielen Ländern der Erde vor.

Das ätherische Öl der Ho-Blätter duftet blumig-holzig. Der frische Duft wirkt entspannend und ausgleichend auf die Psyche. Außerdem ist das Öl für die meisten Hauttypen sehr gut geeignet. Es pflegt sowohl trockene, reife als auch fettige Haut, zu Akne neigender Haut und lässt sich sehr gut mit anderen Duftrichtungen kombinieren. Das macht es zu einem sehr beliebten Öl in der Aromatherapie, aber auch in Hautpflegeprodukten, Parfums und Massageölen.

Umweltfreundlichere Alternative
Das Ho-Blätter-Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen des Kampher-Baumes gewonnen. Der Baum muss somit zur Gewinnung des Öles nicht gefällt werden. Da er vom Duft und von der Wirkung dem Öl des Rosenholzbaumes gleicht, stellt er eine schonende Alternative zum stark dezimierten, bedrohten Rosenholzbaum dar.
Aus ökologischen Gründen verwendet INIZIO kein ätherisches Rosenholzöl.


Familie: Lauraceae - Lorbeergewächse

Pflanze und Blüte: immergrüner Baum, bis 30 m, in Ausnahmefällen bis 50 m hoch; rosa bis lila Blüten

Inhaltstoffe: Monoterpene, Ketone, Oxide

Wirkung: antibakteriell, antiviral, entspannend, ausgleichend

Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Zweige


ANWENDUNG: ätherisches Öl (äußerlich), pur in Duftlampen oder in Ölmischungen; nicht unverdünnt auf die Haut auftragen!

  • ätherisches Öl (Duftlampe) – beruhigend, erfrischend, stimulierend, tonisierend
  • Gesichtsdampfbad mit ätherischem Öl bei Infektionen der Atemwege (v.a. bei Kindern)
  • Gesichtsdampfbad mit ätherischem Öl zur Hautberuhigung und Klärung sowie zur Behandlung von unreiner Haut (Pickel,...), Akne und Ekzemen
  • Körperöl mit Ho-Blätter zur Massage bei Schmerzen in Muskeln und Gelenken

Produkte mit Ho:
INIZIO verwendet Ho vor allem als ätherisches Öl.
Intimöl STREICHELEINHEIT mit Ho

 

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Schwarzer Holunder


Sambucus nigra

Schwarzer Holunder

Der Schwarze Holunder ist die in Mitteleuropa am weitest verbreitete Holunder-Art. Er steht häufig am Wegrand, auf Abhängen und Lichtungen. Baum sowie Strauch sind schon seit jeher Gegenstand von Geschichten, Mythen und Sagen. Deshalb wurde er auch gerne Außerdem wurde er gerne in Hof und Garten angepflanzt. So wohnte bei den Germanen im Holunderstrauch die Schutzgöttin Holda bzw. Freia, die Haus und Hof gegen Hexen und böse Geister beschützen konnte. Auch Unwetter und Blitze wehrte sie ab. In anderen Regionen ist der Holunder Frau Holle geweiht. Möglicherweise stammt sogar sein Name von ihr. Der Duft wird gerne als Raumspray verwendet und soll für ein positives Raumklima sorgen.

Schweiß- und wassertreibend
Die Heilwirkung ist ebenfalls schon seit langer Zeit bekannt. Hippokrates soll Holder als wassertreibendes Mittel empfohlen haben. Holunderbeeren werden deshalb auch bei Harnwegsinfekten eingesetzt. Holunderblütentee ist in der mitteleuropäsischen Volksmedizin auf Grund seiner schweißtreibenden Eigenschaften ein traditionelles Mittel bei Fieber und Erkältungen. Die Erkältung soll dabei ganz einfach ausgeschwitzt werden. Auch in Asien und Amerika werden Holunderarten oft auf ähnliche Weise eingesetzt.

Einfaches Mittel bei Sommersprossen und Altersflecken
In der Naturkosmetik kann Holunderblüten-Hydrolat vor allem in Deodorants, Aftershaves oder in Hautcremen verwendet werden. Dabei wird das Hydrolat auf Grund seines blumigen, aromatischen Duftes geschätzt. Die Blüten haben aber auch eine hautberuhigende, ausgleichende Wirkung und eignen sich bei trockener, zu Entzündungen neigender Haut, bei kleinen Pickelchen und Hautunreinheiten. Manche schwören auch auf das Hydrolat zur Abschwächung von Sommersprossen und Altersflecken. Dazu muss das Hydrolat über einen längeren Zeitraum täglich als Gesichtswasser verwendet werden.


Familie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)

Pflanze und Blüte: verholzende Halbsträucher, Sträucher oder kleine Bäume, 1 bis 7 m; schirmtraubige oder rispige weiße Blütenstände, schwarze beerenähnliche Früchte; 

Inhaltstoffe: ätherisches Öl, Flavonoide, Rutin, Vitamin A, B und C

Wirkung: schweisstreibend, wassertreibend, auswurffördernd

Verwendete Pflanzenteile: Blütenstände, Früchte (nur in reifem Zustand), Blätter


Ernte:  Holunderblüten kann man je nach Region von Ende April bis Mitte Mai bei Sonnenschein ernten (im Optimalfall nach 2-3 sonnigen Tagen, damit sich das Aroma voll entfalten kann); Holunderbeeren sind im Spätsommer reif; es können Blüten, Blätter und Früchte (nur reife!) verwendet werden;  

FRISCH ODER GETROCKNET: Zur Trocknung für einen Tee die Blüten zu Sträußchen binden oder die Blütenstände lose auf einem Backblech verteilen.

ANWENDUNG in der küche: In der Küche werden die Blüten zu Sirup verarbeitet oder in Pfannkuchenteig gebacken; die reifen Beeren werden zu Marmelade, Saft oder ebenfalls zu Kücherl verarbeitet; einzelne Blüten eignen sich auch zur Dekoration auf Salaten; Holunder Hydrolat eignet sich sehr gut zur Parfümierung von Kompott, Süßspeisen, Eis;

ANWENDUNG: Tee (innerlich und äußerlich), als Tinktur und Hydrolat

  • Tee (innerlich) bei Erkältungen und Fieber
  • Tee (innerlich) wirkt schweißtreibend
  • Tee (innerlich) bei Harnwegsentzündungen
  • Hydrolat (äußerlich) bei trockener, leicht entzündeter Haut bzw. kleinen Hautpickelchen
  • Hydrolat (äußerlich) bei Sommersprossen, Altersflecken,...

Produkte mit HOLUNDER:
INIZIO verwendet Holunder vor allem als Hydrolat.
Holunder Hydrolat

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LUNAS EMPFEHLUNG:
EINFACHER Holunderblütensirup

5 große oder etwas mehr kleine Holderblüten mit 1 Liter heißem Wasser übergießen. 1 kg Zucker und 20 g Zitronensäure unterrühren und 24-48 Stunden in einem verschlossenen Glas ziehen lassen. Das Gemisch immer wieder gut durchschütteln. Durch ein Tuch abseihen, kurz aufkochen lassen und in Flaschen abfüllen.

Auch Holunderblüten Hydrolat kann zum Parfümieren von Speisen und Drinks verwendet werden.

 

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HINWEIS: Inizio übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. Die Inhalte dieser Seite sind in keiner Weise Ersatz für medizinische Beratung und Behandlung durch einen Arzt. Inizio möchte außerdem keine Anleitung zur Selbstdiagnose geben, die Inhalte dienen nur der Basis- bzw. Zusatzinformation.

 

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Wir sind nicht Herren der Natur, sondern nur ihr Teil.

[Richard von Weizsäcker]

 

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