(Lange) Haare richtig waschen


das sollten Sie unbedingt beachten

die richtige Haarwaschroutine für langes Haar

Haare waschen kann man. Klar. Aber viele unserer Angewohnheiten tun weder unserer Kopfhaut noch unserem Haar gut. Noch viel schlimmer: die meisten Fehler, die wir uns von klein auf angewöhnt haben bzw. die man uns einfach falsch gezeigt hat, sind Ursache für brüchiges, strohiges Haar und für Spliss. Sind die Haare erst einmal geschädigt, können sie nicht mehr repariert werden. Selbst Öle oder Packungen legen nur eine glänzende Schicht über kaputtes Haar, die Struktur kann nicht mehr ganz gemacht werden.

DESHALB IST ES GANZ WICHTIG: Wenn man volles (langes) Haar haben möchte, sollte man sich unbedingt diese Haarwasch-Routine angewöhnen, damit sie wirklich schön bleiben:


Schritt 1:

Haare gründlich kämmen

Haare vor dem Waschen gründlich mit einem grobem Kamm kämmen!

Das gilt vor allem für lange, jedoch auch für kurze Haare. Hat man Haarlack oder Haargel im Haar, Haare ggf. zusätzlich ausbürsten. So werden Reste von Haarpflegeprodukten, Schuppen und lose Haare schon vorab entfernt. Haarknötchen, die nicht jetzt entwirrt werden, verknoten sich beim Waschen nur noch stärker und brechen schlussendlich beim anschließenden Kämmen.

Beginnen Sie Haare immer von den Spitzen her auszukämmen. Arbeiten Sie sich so Schritt für Schritt bis zur Kopfhaut vor. WIESO? Ganz einfach. Knoten die Sie von der Kopfhaut richtung Längen schieben, verfestigen sich immer mehr, wenn sie auf weitere Knoten in den Längen treffen. Das Resultat? Knoten, die sich verfilzen und die Haare zum brechen bringen.


Schritt 2:

Haare anfeuchten

Haare anfeuchten

Verwenden Sie am besten lauwarmes Wasser und feuchten Sie die Haare gründlich an.
Achtung: Zu heißes Haar schadet Kopfhaut und Haar!


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Schritt 3:

Haare waschen

Haare waschen

Shampoo aufschäumen: Kopfhaut und Haaransatz waschen

Verwenden Sie eine ca. Haselnuss bis max. Walnuss große Menge Shampoo. Auch für langes Haar reicht das vollkommen aus. Selbst mildes Shampoo belastet Kopfhaut und Haar ein wenig und sollte deshalb sparsam dosiert werden. Shampoo in die feuchte Hand geben und darin ggf. etwas aufschäumen. Anschließend Kopfhaut und Haaransatz in sanft kreisenden Bewegungen einschäumen. Achten Sie darauf, dass Sie die gesamte Kopfhaut massieren.
Achtung: Massieren Sie die Kopfhaut nicht zu fest. Wenn Sie lange Nägel haben, sollten Sie außerdem darauf achten, dass Sie die Kopfhaut nicht aufkratzen.

Tipp:
Vor allem bei mittellangen und langen, aber auch bei strapazierten Haaren sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie die Haare nicht zu sehr verwirbeln. Sanft kreisende Bewegungen reichen vollkommen aus, um Schmutz und Schüppchen sanft zu lösen. Es gibt also keinen Grund, wie wild auf der Kopfhaut herumzurubbeln. Knoten und Verwirbelungen, die so entstehen, schädigen das Haar!

Auch wenn es auf vielen Bildern so abgebildet ist und wir es oft von klein auf so machen: lange Haare auf keinen Fall auf den Kopf heraufnehmen und mitwaschen! So entstehen die meisten Knötchen in den Haaren, die anschließend mühsamst und nicht ohne das Haar zu schädigen wieder herausgekämmt werden müssen. Die Haarlängen sind in dem Sinne nicht schmutzig.


Schritt 4:

Haare waschen

Haarlängen sanft waschen

Bei mittellangem und langem Haar am Haaransatz vorhanden Schaum etwas in die Längen hinunterreiben und Längen vorsichtig damit waschen. Auf keinen Fall rubbeln oder fest reiben. Schon geringe Mengen von Shampoo reinigen das Haar mild und befreien es von Haarfett - mehr zerstört nur die Haarstruktur.


Schritt 5:

Haare waschen

Haare gründlich ausspülen

Verwenden Sie zum Ausspülen wieder lauwarmes Wasser und spülen Sie die Haare gründlich aus. Wer auf Nr. sicher gehen will nimmt sich dafür je nach Haarlänge ca. 30 Sekunden bis zu einer Minute Zeit. Es sollten wirklich keinerlei Produktrückstände im Haar bleiben. Diese können die Haare in trockenem Zustand beschweren. Wer mag, spült das Haar noch kurz mit kaltem Wasser nach. Kühles Wasser fördert zusätzlich die Durchblutung und sorgt damit für kräftiges, glänzendes Haar. Wenn Sie durch das Haar fahren und es quietscht, ist es sauber.


Schritt 6:

Haare waschen

Haare waschen

Haare sanft auswringen

Schon als Kind werden uns die Haar fest trockengerubbelt. Leider ist das aber einer der häufigsten Fehler beim Haarewaschen. Denn in nassem Zustand ist das Haar besonders anfällig und brüchig, festes rubbeln fördert zusätzlich die Knötchenbildung. Richtig: Streifen Sie das Wasser grob ab und drücken Sie bei langem Haar das Wasser aus den Haarlängen sanft aus. Nun ein saugfähiges Handtuch über die Haare legen und sanft andrücken - nicht fest rubbeln. Das Handtuch zieht auch so Wasser, ohne dass man wie verrückt reibt.


Schritt 7:

Haare waschen

Haare trocknen lassen und kämmen

Durch das Waschen sind die Haare immer noch aufgequollen. Sie jetzt zu bürsten schadet leider mehr, als es nutzt. Entwirren Sie langes am besten mit den Finger oder mit einem groben Kamm aus Hartgummi oder Horn. Wenn Sie die Haare richtig gewaschen haben, sollten ohnehin keine großen Knoten vorhanden sein.

Am besten wäre es, nun ein Handtuch über die Schultern zu legen und die Haare offen an der Luft trocknen zu lassen. Klar, dass ist zeitbedingt nicht immer möglich. Föhnen Sie die Haare aber auf jeden Fall nur auf niedrigster Stufe und mit einer Temperatur, die sich auch bei 10 cm. Abstand auf der Haut angenehm anfühlt. Haar mit ca. 15 cm Abstand föhnen.

Sind die Haar ganz trocken, können sie nun noch ausgekämmt, gebürstet und wenn gewünscht gestylt werden.

Unbedingt beachten: Beginnen Sie Haare immer von den Spitzen her auszukämmen! Arbeiten Sie sich so Schritt für Schritt bis zur Kopfhaut vor. WIESO? Ganz einfach. Knoten die Sie von der Kopfhaut richtung Längen schieben, verfestigen sich immer mehr, wenn sie auf weitere Knoten in den Längen treffen. Das Resultat? Knoten, die sich verfilzen und die Haare zum brechen bringen.

Haare waschen

Was man sonst noch beachten sollte:

Wie häufig sollte man die Haare waschen?

Gründsätzlich hat Haarewaschen heute eher optische Gründe als gesundheitsfördernde, denn solange Haar nicht riecht oder stark mit Staub (z.B. Betonstaub, Sand,...) verunreinigt ist, müsste es eigentlich nicht gewaschen werden. Haarwaschen ist immer auch eine gewisse Belastung für unsere Kopfhaut, da sie dabei entfettet wird. Da die meisten von uns aber das frische Gefühl lieben, raten wir, je nach Haartyp das Haar zwei- bis dreimal die Woche mit einem pH-neutralen Shampoo zu waschen. Damit hat Haar und Kopfhaut Zeit, sie wieder zur regenerieren. Fettiges Haar darf man generell etwas öfter waschen, trockenes eher seltener.

Welches Shampoo sollte man benutzen?

Shampoos unterscheiden sich vor allem durch ihre Tenside, also die schäumenden und waschenden Inhaltsstoffe. Shampoos für schnell fettendes Haar haben den höchsten Anteil an waschaktiven Tensiden, damit sie den Talg gut lösen. Bei vielen Shampoos besteht jedoch dadurch die Gefahr, dass Kopfhaut und Haar zu stark entfettet werden, vor allem bei aggressiven Tensiden. Am nächsten Tag sind die Haare dann zwar wieder fettig, dafür aber zusätzlich noch geschädigt und damit noch strähniger. Produkte für trockenes Haar haben den geringsten Anteil waschaktiver Tenside, dafür den höchsten Anteil an umhüllenden Stoffen, z.B. Silikonölen, die das Haar versiegeln und damit optisch glänzender machen. Problem hier ist, dass sie das Haar nur überziehen, jedoch nicht ganz oder weniger brüchig machen können.

Ein gutes Shampoo sollte unserer Meinung nach einfach das bewirken, für was es eigentlich auch konzipiert wurde: das Haar möglichst mild und schonend von Umweltschmutz und überschüssigem Talg zu reinigen. Wir empfehlen daher ein pH-hautneutrales Shampoo mit milden Tensiden zu verwenden. Ätherische Öle sorgen vor allem für einen angenehmen Duft und pflegen dabei die Kopfhaut. Natürliche Produkte schonen dabei nicht nur den Körper, sondern auch die Umwelt!


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Last Update: 08/2020 | © 2020 Inizio e.U.

 

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